Herbstzeit ist Einkochzeit

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Herbstzeit ist Einkochzeit

Zwetschgenmarmelade oder Apfelmus stehen nun auf dem Programm. Oder haben Sie im Sommer Früchte eingefroren, um diese im Herbst einzukochen? Dann ist jetzt – wo die Tage kürzer werden – genau die richtige Zeit, um daraus köstliche Marmelade zu zaubern.

Als optimale Vorbereitung für das Einkochen von Marmelade stellen Sie am besten genug saubere Schraubgläser, einen Topf sowie einen neuen Holzkochlöffel, Gelierzucker und Rum zum Verfeinern bereit. Der Holzkochlöffel sollte deswegen neu sein, damit die Marmelade später nicht nach Bratensoße schmeckt. Am besten verwenden Sie diesen dann ausschließlich für die Marmelade.

Geben Sie die Früchte je nach Bedarf in den Topf – am besten entkernt oder beim Apfel je nach Geschmack auch geschält – und kochen Sie diese in wenig Wasser weich.

Bringen Sie die Masse zum Kochen und geben Sie den Gelierzucker und eventuell andere Zutaten dazu – etwa Quitten, etwas Zitronensaft oder auch Gewürze wie beispielsweise Zimt.

Beim Gelierzucker empfiehlt es sich, diesen entweder im Verhältnis 1:3 auszuwählen oder etwas weniger zu verwenden, als auf der Packung angegeben. Oft sind die Früchte selbst bereits sehr süß – gerade bei den Zwetschgen – weshalb es sich empfiehlt, beim Zucker zu sparen. Damit die Marmelade dennoch fest genug wird, um sich optimal streichen zu lassen, lässt man sie einfach länger köcheln, wobei es wichtig ist, regelmäßig umzurühren, damit nichts anbrennt. Lassen Sie die Masse ruhig etwa eine Dreiviertelstunde leicht köcheln. Sobald die Marmelade geliert, nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen die Masse ein wenig abkühlen. Ein Schuss Rum bringt eine zusätzliche Geschmacksnote. Sollte die Marmelade auch für Kinder geeignet sein, lassen Sie diesen einfach weg.

Alkohol ist übrigens auch eine gute Möglichkeit, um die Haltbarkeitsgarantie zu steigern, indem man die sauberen Marmeladegläser vor dem Einfüllen einfach mit etwas Rum oder Schnaps ausspült. Die Gläser werden danach am besten ganz gefüllt und direkt nach dem Verschließen auf den Kopf (Deckel) gestellt. Ist die Marmelade abgekühlt, kann sie sofort serviert werden.

Tipp:

Wer darauf achten möchte, dass die Marmelade nicht zu süß wird, kann anstatt des Gelierzuckers auch Pektin kaufen und beimengen. Dieses sorgt dafür, dass die Marmelade geliert. Auch Ribisel oder Quitten gelieren gut. Quitten sind jedoch nicht überall erhältlich.

Geschenkidee für Einladungen:

Ein absoluter Hit ist es, selbstgemachte Marmelade als Mitbringsel für Freunde oder Bekannte zu verwenden. Einerseits liegt es voll im Trend, sich wieder kleinere Vorräte selbst anzulegen und einzukochen. Andererseits ist es ein Mitbringsel, das nicht in einer Ecke verstaubt oder unmodern wird, sondern verbraucht werden kann.

In ein besonders schönes Glas gefüllt – welches verziert werden kann mit allerlei Herbstlichem oder einem netten Kärtchen – rangiert es auch optisch unter den Top Ten der Geschenkideen.

Rezept-Tipp: Kürbismarmelade im Dampfgarer

Zutaten:

600 g Kürbis

400 g Äpfel

1 Packung Gelierzucker (2:1)

1 Stück Zitrone (Saft)

Zubereitung:

Den Kürbis schälen und die Kerne entfernen. Das Kürbisfleisch in Würfel schneiden und in einen ungelochten Garbehälter geben. Im Druck-Dampfgarer bei 120° C acht Minuten lang vorgaren. Äpfel würfelig schneiden und zu den Kürbisstücken geben.

Gelierzucker und Zitronensaft beimengen und im Dampfgarer garen – bei 100° C zwanzig Minuten lang

Danach die Masse pürieren und noch heiß in saubere Gläser füllen.