Eiskalt erwischt: Wie die Küche im Sommer zur Oase wird

Morgen, Küche, wird’s was geben!
4. Dezember 2017
Es werde Licht! Wir realisieren Beleuchtungskonzepte für Ihre Küche.
23. Oktober 2018

Eiskalt erwischt: Wie die Küche im Sommer zur Oase wird

Während draußen im Garten oder auf dem Balkon der Griller den Grillmeister zum Schwitzen bringt, genießen Sie in der Küche angenehm kühle Temperaturen. 

Das Wichtigste zuerst: Draußen wird gegrillt, drinnen gechillt. Wer clever ist, sucht für die Arbeit am Griller möglichst schnell einen hitzeresistenten Freiwilligen. 

Es sei allerdings gewarnt: Auch die kühlste Küche muss kühl gehalten werden. Deswegen sollten Raffstores oder Jalousien schleunigst geschlossen werden, bevor die Sonne die Küche zur Sauna umfunktioniert. Übrigens halten außen angebrachte Blenden etwa 75 % der Wärme ab – innen angebracht schaffen diese dagegen nur 25 %. Wem die Entscheidung für das richtige Beschattungssystem also noch offen steht, der sollte unbedingt erstere wählen. Und wer noch nicht einmal die Grundfesten seines trauten Heims festgelegt hat, dem sei von süd-ost- oder süd-west-gerichteten Fenstern ab-, und zu ausgezeichneter Isolierung geraten. Hier lohnt es sich auch, Geld in die Hand zu nehmen – immerhin werden unsere Sommer tendenziell immer heißer. Auch ein Garten, Park oder begrünter Innenhof mildern sommerliche Hitze in den vier Wänden, während Betonwüsten, wie der Name schon erahnen lässt, Anrainern mächtig einheizen können. 

Von Stoßlüften um die Mittagszeit raten Experten klar ab. Heißt: Hinter dem Grillmeister soll die Terrassentür möglichst schnell geschlossen werden. Sind die Raffstores gut verschlossen, kann dieser nicht einmal sehen, wenn wir es uns im kühlen Inneren auch ein bisschen gemütlich machen und den DanKüchen-Blog lesen. Wenn der Griller aber erst abends angeworfen wird, und die Außentemperatur langsam die Innentemperatur unterbietet, sollen Fenster und Türen unbedingt offen gelassen werden – vor allem dann, wenn man sich auch morgens noch gerne an Grillgerüchen erfreut. 

Die Zubereitung von Grillkartoffeln, Maiskolben und dem obligatorischen Kotelette übernimmt im Sommer der Griller – so können sich auch Ofen und Herd eine wohlverdiente Auszeit nehmen. Auch das hat seine Vorteile: Beinahe alle elektronischen Geräte geben Wärmeenergie an die Umgebung ab. Spitzenreiter sind natürlich Backofen und Herd, allerdings sollten auch auf Computern & Co an heißen Tagen rasch der Off-Button gedrückt werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. 

In der Küche dürfen nun jene Zutaten eine große Rolle spielen, welche die Kühlfunktion unseres Körpers unterstützen. Die Traditionelle Chinesische Medizin empfiehlt dank ihres hohen Wassergehalts vor allem Obst und Gemüse – der Wassermelone wird eine besonders kühlende Wirkung nachgesagt, aber auch Gurke, Zitrusfrüchte, Pfirsiche und Spinat helfen unserem überhitzten Körper, ins Gleichgewicht zu kommen. Von fettigem Fleisch rät die TCM an heißen Sommertagen eigentlich ab – aber das sollte man dem Grillmeister draußen wohl eher verschweigen. Scharfe Gewürze sind ebenfalls kontraproduktiv. Stattdessen sollen frische Kräuter, etwa Minze und das Königskraut Basilikum, unsere Körpertemperatur positiv beeinflussen. 

Und dann – viel trinken! Allerdings sollten Hitzeempfindliche von Alkohol und Eisgekühltem ebenfalls die Finger lassen. Gerade Letzteres mag überraschen. Tatsächlich müssen eiskalte Getränke im Körper nämlich gewärmt werden, wodurch der Körper zusätzliche Wärme produziert – und wir noch mehr schwitzen. Perfekt sind deshalb lauwarme Getränke, auch wenn uns zumindest kurzfristig an einem heißen Tag nichts anziehender erscheint wie ein eisgekühlter Smoothie. 

Egal, wonach Ihnen der überhitzte Sinn steht, wir haben das richtige Rezept für Sie. Und das Beste daran: Für die Zubereitung können Sie einfach in Ihrer kühlen Küche bleiben. 

 

 

Marokko-Shrub

Zutaten für einen kühlenden Liter: 

etwa zehn kleine Minzblätter (z. B. Nanaminze oder Pfefferminze)
Saft einer halben Zitrone
ein Schuss Apfelessig
250 Milliliter naturtrüber Apfelsaft
nach Geschmack: Honig, Früchte (z. B. geschnittene Erdbeeren oder Pfirsiche)

Essig im Drink? Klingt verrückt, ist aber sehr erfrischend. Shrubs kommen eigentlich aus dem arabischen Raum, wo „shraba“ einfach „trinken“ bedeutet. Dort werden die sauer-lustigen Getränke übrigens mit vielen frischen Früchten geschlürft – lassen Sie sich also bitte nicht davon abhalten, Erdbeeren oder Pfirsiche in Ihre Shrub zu rühren. 

Einen dreiviertel Liter Wasser im Wasserkocher zum Kochen bringen, gewaschene Minzblätter mit heißem Wasser übergießen, ungefähr fünf Minuten ziehen lassen. Abgießen, mit Zitronen- und Apfelsaft mischen, eventuell mit Honig abschmecken. Am Schluss den Apfelessig hinzufügen. Eventuell geschnittene Früchte einrühren. Lauwarm genießen!

 

 

Wassermel–oh!–nen-Smoothie

Zutaten für einen eiskalten Liter: 

eine kleine gekühlte Melone
etwa 5 Blätter Basilikum
Saft einer halben Zitrone
eventuell etwas Wasser 

Dieser Smoothie überrascht mit der unerwarteten Harmonie von Wassermelone und Basilikum. Versprochen: Hier sagt jeder „Oh!“. 

Die Melone in Stücke schneiden, gemeinsam mit den anderen Zutaten kurz mit dem Pürierstab oder im Blender zu einem Smoothie pürieren. Eiskalt genießen!