Der Kräutergarten in der Küche

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Der Kräutergarten in der Küche

Kräuterwanne in der Küche

Frische Kräuter im wahrsten Sinn des Wortes „im Handumdrehen“ sind der neueste Trend in Sachen Küche.

Kräuter geben Selbstgekochtem aller Art nicht nur einen besseren Geschmack, sondern sind auch noch gesund.

Sie haben keinen Balkon und wollen die Pflanztöpfe auch nicht auf Ihrem Fensterbrett herumstehen haben?

Kein Problem! Denn Hobbyköche planen bei ihrer Küche den Kräutergarten nun gleich mit ein. Dadurch erhalten die wertvollen Kräuter einen fixen Platz in der Küche und können zudem direkt vor Ort verwendet werden.

Jetzt im Frühjahr ist übrigens auch der ideale Zeitpunkt, um die Kräuter selbst zu ziehen. Schnittlauch, Basilikum, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Lorbeer, Estragon, Salbei und viele mehr verfeinern nicht nur Fleischgerichte, sondern auch Suppen, Salate, vegetarische Gerichte und Fisch.

Viel Licht brauchen vor allem mediterrane Kräuter wie Basilikum, daher ist ein möglichst heller Platz für den kücheneigenen Kräutergarten von Vorteil.

Doch nicht nur im Frühjahr und Sommer kann geerntet werden, sondern das ganze Jahr über wachsen im Indoor-Kräutergarten frische und absolut natürliche „Geschmacksverstärker“.

Kräuter sind nicht nur das Tüpfelchen auf dem i beim Kochen, sondern sie sind es, die den eigentlichen Geschmack ausmachen.

Es gibt keine Haubenküche ohne Kräuter.

Einige Kräuterexperten gehen sogar so weit, zu behaupten, dass Gemüse, welches unter der Erde wächst wie etwa die Kartoffel, als eine Art Ausgleich immer eine „überirdisch“ wachsende Kräuterzugabe verlangt. So eignet sich etwa Petersilie hervorragend zur Verfeinerung von Kartoffelgerichten oder Beilagenkartoffeln.

Pflanzen leben von Erde, Licht & Wasser

Was jedoch alle Pflanzen und Kräuter zum Überleben brauchen, sind Licht und Wasser sowie einen optimalen Nährboden. Daher ist es zunächst wichtig, sicherzustellen, dass der kücheneigene Kräutergarten mit genügend Licht versorgt wird. Optimal ist natürlich Sonnenlicht, aber auch helles, künstliches Licht schafft – am besten bis zu 18 Stunden am Tag – eine gute Basis für den Kräutergarten.

Wasser

Die Wasserversorgung dürfte in der Küche kein Problem darstellen, wobei hier zu erwähnen ist, dass das Gießen direkt an der Pflanzenwurzel am wirkungsvollsten ist. Manche schwören auch auf die Miteinbeziehung des Mondkalenders beim Gießen und allgemein bei der Gartenarbeit. Wie auch immer, gilt eine simple Regel immer: Sobald sich die Erde trocken anfühlt, vertragen die Kräuter Wasser. Zu viel gießen ist jedoch nicht gut, weil dadurch die Wurzeln anfaulen könnten. Wichtig ist, dass der Behälter am Boden Löcher hat, damit das Wasser ablaufen kann.

Boden

Der optimale Boden ist nicht – wie viele glauben – vollgestopft mit Nährstoffen, sondern manche Kräuterarten gedeihen sogar in nährstoffarmen Böden besser.

Dieses Prinzip kennt man aus der Landwirtschaft: Die ätherischen Öle, welche in den Kräutern enthalten sind, können sich besser entfalten, wenn die Pflanze langsamer wächst. Wenn der Boden überdüngt ist, wächst die Pflanze selbst im Verhältnis viel schneller, als deren Ölgehalt zunimmt. Gut Ding braucht also Weile!

Nahrung

Die Pflanzen sollten daher keineswegs überdüngt werden. Dennoch ist es wichtig, die Erde mit Nährstoffen zu versorgen, weil der natürliche Prozess – wie er draußen funktioniert – im Küchenkräuterbeet etwas unterstützt werden muss. Am besten eignet sich eine biologische Flüssignahrung, um sicher zu sein, dass keine chemischen Substanzen enthalten sind.

Blüten

Beginnen die Küchenkräuter zu blühen, so sieht das zwar schön aus und es ist auch nicht giftig, diese Blüten zu essen. Jedoch ist es besser, die Blüten zu entfernen, weil die Pflanze sonst die ganze Energie in die Blüten steckt.

Behältnis

Um den Kräutergarten optimal in der Küche einzubauen – damit nicht überall einzelne Pflanztöpfe herumstehen – haben sich die Küchenplaner vom DanKüchen Studio Leonding überlegt, den Indoor-Kräutergarten am besten gleich zu integrieren. Wir finden gerne eine individuelle, auf Ihre Küche zugeschnittene Lösung!

Kräuter sind Geschmacksache

Jetzt fehlt nur noch die Auswahl der Kräuter – diese liegt bei Ihnen!

Hier ein kleines Kräuter-Alphabet mit häufig verwendeten Sorten im Überblick von B wie Basilikum bis Z wie Zitronenmelisse:

Basilikum

Der Kräuterklassiker braucht viel Licht und eignet sich besonders für Salate, Tomaten und Nudelgerichte. Gerne verwendet wird Basilikum bei typisch italienischen Gerichten wie Pizza oder Pesto.

Dill

Dill ist mild, leicht kümmelartig und äußerst aromatisch. Er passt wunderbar zu hellen Saucen, Hühner- und Kalbfleischragouts, Fisch, Meeresfrüchten sowie Gemüse wie Gurken oder Zucchini.

Estragon

Estragon hat einen ganz eigenwilligen Geschmack, der oft als eine Mischung aus süßem Anis und milder Vanille beschrieben wird. Er passt gut zur französischen Küche, aber auch zu Eiern, Käse und Geflügelgerichten.

Kerbel

Kerbel ist ein kleines, borstig aussehendes Kraut, das einen süßen, milden und leicht anisartigen Geschmack hat. Gerne verwendet wird es für Suppen oder Fischgerichte.

Lorbeer

Lorbeerblätter haben einen bittersüßen, würzigen Geschmack. Einsetzbar ist Lorbeer – bekannt sind vor allem seine getrockneten Blätter – bei einer Vielzahl von Gerichten.

Optimal passt Lorbeer zu Wild und Fisch sowie Fleischmarinaden aller Art – frisch und getrocknet.

Majoran

Sein kräftig-würziger und leicht herb-aromatischer Geschmack eignet sich speziell für Lebergerichte wie Leberknödel oder Leberpasteten, aber auch für Eintöpfe mit Hülsenfrüchten, oder Erdäpfelsuppen. Auch Enten und Gänsebraten, Schwein und Lamm sowie Fisch-, Fleisch- und Wurstsalate sind mit Majoran stets optimal gewürzt.

Oregano

Oregano hat einen sehr intensiven Geschmack und eignet sich daher gut für Lammfleisch. Aber auch für Gemüse sowie Eiergerichte oder Füllungen aller Art.

Petersilie

Petersilie ist äußerst reich an Nährstoffen und gilt wegen seiner hohen Menge an Antioxidantien als „Superfood“. Aufgrund des intensiven Geschmacks eignet sich Petersilie hervorragend für mediterrane Gerichte sowie für Erdäpfelgerichte aller Art.

Rosmarin

Ein Lammbraten ohne Rosmarin wäre wohl kaum vorstellbar! Sein intensiver, unvergleichlicher Geschmack eignet sich besonders für alle mediterranen Gerichte.

Salbei

Salbei ist sehr aromatisch, zugleich auch bitter. Er passt ausgezeichnet zu Hackfleisch- oder Geflügelfüllungen, aber auch zu Kalb, Rind, Schwein und Leber. Außerdem würzt er Hülsenfrüchte, Tomaten-, Eier- und Nudelgerichte.

Schnittlauch

Schnittlauch ist extrem einfach zu züchten und kann direkt aus dem Garten umgetopft werden. Der Geschmack gleicht dem von Frühlingszwiebeln und passt gut zu den meisten heimischen Gerichten.

Zitronenmelisse

Das Kraut, das – wie sein Name schon sagt – nach Zitrone schmeckt, ist eine Bereicherung für viele Speisen. Besonders gut eignet sich die Zitronenmelisse zum Verfeinern von Fisch-Gerichten aller Art. Gut harmoniert sie auch mit frischen Blattsalaten oder Obstsalaten.

Ernte von Kräutern

Geerntet werden kann im kücheneigenen Kräutergarten das ganze Jahr über. Optimal ist es, die benötigte Menge gleich frisch zu verwenden.

Wie Sie Kräutervorräte am besten konservieren und einlagern, lesen Sie, wenn der Herbst näher rückt!

Außerdem verraten wir Ihnen dann, wie die kücheneigenen Kräuter auch im Winter problemlos gedeihen!